Sprachdienstleister

Sprache verstehen, Menschen verbinden

Professionelle Sprachdienstleister kommen überall dort zum Einsatz, wo auf höchstem Niveau gesprochen, geschrieben, vermittelt und übersetzt wird. Zu den Angeboten der Berufsgruppe gehören Dolmetscherdienste, Fachübersetzungen, das Erstellen von Glossaren und technischen Dokumentationen sowie das Korrigieren und Optimieren von Texten.

Neben der Sachkompetenz in unterschiedlichen Bereichen wie Technik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft spielt ein tiefes Verständnis für Kulturen und deren Sprachgebrauch eine große Rolle. Professionelle ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen weisen exzellente Kenntnisse in mehreren Sprachen auf und verstehen die Zusammenhänge zwischen Kultur, Sprache, Gesellschaft und sachbezogenem Know-how.

Das Aufgabenfeld der Sprachdienstleister ist ebenso vielfältig wie ihre Methoden. Das Arbeitsergebnis ist ein Text in der Zielsprache, der die ursprüngliche Aussage exakt wiedergibt. Beim Dolmetschen wiederum stehen Verständlichkeit, Geschwindigkeit und unmittelbarer Nutzen der Leistung im Vordergrund. Zu den Sprachdienstleistungen zählen auch andere Disziplinen wie das Dolmetschen in Gebärdensprache, das „Technical Writing“ von Gebrauchsanweisungen, Sprachcoaching, Lektorat und Korrektorat.

Die Berufsbezeichnung ist in Österreich nicht geschützt. Dies führt dazu, dass sich grundsätzlich jede/r so nennen kann. Der Beruf wird aber sehr oft unterschätzt. Bloße Fremdsprachenkenntnisse reichen zum Übersetzen oder Dolmetschen allerdings nicht aus! Eine universitäre Ausbildung vermittelt von Anfang an die notwendigen Techniken, Analyse- und Recherchierkompetenzen, interkulturelle Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit und den Umgang mit modernen Computertechnologien, die für die professionelle Ausübung des Berufes unabdingbar sind.

Dolmetscher

Dolmetschdienstleistungen

Die Aufgabe der DolmetscherInnen ist es, die gesprochene Sprache oder geschriebene Texte mündlich in eine andere Sprache zu übertragen. Dabei bedient sich der Dolmetscher oder die Dolmetscherin diverser Techniken, die von der Art der zu dolmetschenden Sitzung abhängen: das Konsekutivdolmetschen mit Notationstechnik für Empfänge und Tischreden, das Simultandolmetschen in schalldichten Kabinen bei Konferenzen und das Gesprächs- oder Verhandlungsdolmetschen bei Vertragsverhandlungen oder Firmenbesuchen, sowie das Flüsterdolmetschen, wenn nicht mehr als zwei Personen eine Dolmetschung benötigen. Gebärdensprachendolmetscher übertragen in der Regel simultan gesprochene Texte in gebärdete Sprachen und umgekehrt.

Ausbildung

Das Grazer Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität (ITAT) bietet das Masterstudium „Dolmetschen“ mit folgenden Schwerpunkte an:

  • Konferenzdolmetschen
  • Gesprächs- und Verhandlungsdolmetschen
  • Gebärdensprachdolmetschen
  • Dolmetschen und Übersetzen (mit einer Fremdsprache)

Technische Hilfsmittel beim Dolmetschen

  • Schalldichte Dolmetschkabinen, Tonanlage, Kopfhörer
  • Flüsteranlage bei Werksführungen

Übersetzer

Berufsbild

Diese Aufgabe besteht darin, Texte unter Berücksichtigung der kulturellen, sprachlichen und fachlichen Aspekte aus der Ausgangssprache in die Zielsprache zu übertragen. Man sagt im Allgemeinen, dass man bei einer Übersetzung so nah wie möglich beim und so weit wie notwendig vom Text bleiben soll. In diesem letzten Punkt liegt auch die kreative Arbeit der ÜbersetzerInnen, die die richtige Formulierung finden müssen, damit die Botschaft unverfälscht und eindeutig vermittelt wird.

Technische Hilfsmittel der ÜbersetzerInnen

  • Textverarbeitungsprogramme
  • Translation-Memory-Systeme
  • DTP-Programme

Ausbildung

In Österreich werden ÜbersetzerInnen an den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz ausgebildet. Das Grazer Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität (ITAT) bietet etwa das Masterstudium „Übersetzen“ an.

To know how - gewusst wie

Die Arbeit mit der Sprache verlangt ein hohes Maß an Qualifikationen und erfordert einen versierten Umgang mit modernen Technologien. Sprachdienstleisterinnen und Sprachdienstleister sind oft zwei- oder mehrsprachig und haben meistens ein Übersetzer-, Dolmetscher- oder Sprachstudium absolviert. Zur breit gefächerten Sprach- und Sachkompetenz kommt der professionelle Umgang mit IT-basierten Werkzeugen. Denn die Arbeit der Sprachdienstleisterinnen und Sprachdienstleister ist mittlerweile zu einer Hightech- Tätigkeit geworden.

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